Beschreibung
Der Switch 2 ist kein E-Rig, das man zwischen Schlüsselbund und Feuerzeug in die Jackentasche quetscht. Das Teil gehört auf eine feste Dab-Station, mit Platz für Glas, Swabs und Extrakte. Genau dort ergibt das Konzept Sinn: Wasserfiltration, ein ordentliches 20-mm-Insert und eine Temperatursteuerung, die weit über ein paar grobe Leistungsstufen hinausgeht.
Induktion rund ums Insert
Das Herzstück ist die omnidirektionale Induktionsheizung. Sie arbeitet mit einer Titan-Heizkammer und einer Aluminium-Krone um das Insert herum. Ein interner Infrarot-Sensor misst dabei die Temperatur direkt am Insert. Für mich ist das der entscheidende Punkt: Der Switch 2 verlässt sich nicht bloß auf eine eingestellte Heizleistung, sondern beobachtet die Stelle, an der das Extrakt tatsächlich liegt.
Der Bereich reicht von 250 bis 650 °F, also ungefähr 120 bis 340 °C. Über die App lässt sich die Temperatur in Ein-Grad-Schritten einstellen; für den schnellen Zugriff sitzen Plus- und Minus-Tasten direkt am Gerät. Man muss also nicht bei jedem Dab erst das Smartphone hervorkramen. Die Dynamic Heating Modes bringen zusätzlich Bewegung in den Heizzyklus, wenn eine starr gehaltene Temperatur nicht zum eigenen Setup passt.
Während des Aufheizens pulsiert die LED-Anzeige rot. Sobald die gewählte Temperatur erreicht ist, wechselt sie auf grün. Das wirkt zunächst wie ein kleines Komfortdetail, macht den Ablauf am Tisch aber angenehm eindeutig: laden, Glas und Carb Cap sauber setzen, Heizzyklus starten und nicht nebenbei raten, ob der Insert schon bereit ist.
Cold Start ohne klebriges Gefummel
Der Switch 2 lässt sich sehr entspannt als Cold-Start-Rig nutzen. Das Extrakt kommt in den kalten Quarz-Insert, danach beginnt der Heizzyklus. Für klebrige Konsistenzen liegt das Drop Heated Loading Tool bei. Seine beheizbare Spitze hilft dabei, den Dab kontrolliert in den Insert fallen zu lassen, statt ihn am Rand abstreifen zu müssen.
Wichtig ist dabei eine kleine Eigenheit der Induktion: Die Spitze des Drop hält man über den Insert. Sie gehört nicht tief in die Heizkammer und sollte auch nicht am Rand entlanggeschabt werden. Das Ladewerkzeug enthält eigene Elektronik und möchte dem Induktionsfeld nicht unnötig nahekommen. Wer sich diesen Handgriff gleich angewöhnt, hat mit dem Tool eine ziemlich saubere Lösung für das übliche Fädenziehen am Dabber.
Ab Werk arbeitet der Switch 2 mit einem 20-mm-Single-Crystal-Insert aus Quarz. Das ist kein Behelf, den man sofort austauschen müsste, sondern das reguläre Setup für Extrakte. Wer später mit einem anderen Insert-Material experimentieren möchte, kann separat auf Saphir oder Titan wechseln. Der Wechsel ist eine Option und kein Pflicht-Upgrade.
Kurzer Dampfweg ins Wasserglas
Vom Insert gelangt der Dampf über glasierte Aluminiumoxid-Keramik zur Glasaufnahme und anschließend in den mit Wasser befüllten Standard-Glasaufsatz. Beim Ziehen lohnt sich ein ruhiger, gleichmäßiger Zug mehr als hektisches Reißen am Mundstück. Das gibt dem Wasseraufsatz Zeit, sauber zu arbeiten, und hält die Session kontrollierbarer.
Zum Befüllen wird der Glasaufsatz vom Gerät genommen. Beim Abnehmen bitte nicht oben am Mundstück zerren: Das Glas besser unten vorsichtig lösen und anschließend auf einer sicheren Fläche abstellen. Gerade an einer gut besuchten Dab-Station sind es selten die komplizierten Dinge, die Glas kosten, sondern ein schneller Griff im falschen Winkel.
App fürs Feintuning, Tasten für den Alltag
Ich mag Geräte nicht, die ohne App praktisch zum Briefbeschwerer werden. Beim Switch 2 ist die App das Werkzeug fürs genaue Einstellen und für die Dynamic Heating Modes, während die Bedienung am Gerät erhalten bleibt. Hat man sein Setup gefunden, können die grundlegenden Änderungen direkt über Plus und Minus laufen. Das ist im Alltag deutlich angenehmer als eine dauerhafte Smartphone-Leine.
Auch der Akku passt eher zu einem kräftigen Heimgerät als zu einem kleinen Pen. Dr. Dabber gibt bis zu dreißig Heizzyklen pro Ladung an. Geladen wird per USB-C mit dem mitgelieferten 36-W-Netzteil; eine vollständige Ladung dauert ungefähr eine Stunde. Pass-Through-Nutzung während des Ladens ist laut Hersteller ebenfalls möglich. Schutzschaltungen gegen Überstrom, Überspannung, Unterspannung, Übertemperatur, Kurzschluss und Verpolung arbeiten dabei im Hintergrund.
Cleaning Assist heißt nicht Selbstreinigung
Wie jedes Dab-Rig dankt auch der Switch 2 eine kurze Pflege direkt nach der Session. Solange Rückstände noch nicht zu einer dunklen Kruste geworden sind, reicht im Quarz-Insert meist ein trockener, stabiler Cotton Swab. Das dauert nur ein paar Sekunden und erspart später den Kampf mit Chazzing und festgebackenem Reclaim.
Für die gründlichere Runde gibt es Cleaning Assist. Der Zyklus erwärmt den Insert dreißig Sekunden lang auf 100 °C, damit sich Rückstände leichter lösen. Danach trotzdem nicht sofort am heißen Quarz hantieren. Erst abkühlen lassen, Glasaufsatz und Aluminium-Krone vorsichtig abnehmen und den fragilen Insert ohne Verkanten herausheben.
Bei der Tiefenreinigung gehören auch der Weg zur Glasaufnahme und der Bereich um die Heizkammer auf die Liste. Den Glasaufsatz separat reinigen, gründlich mit klarem Wasser ausspülen und vollständig trocknen lassen. So bleibt Reclaim dort, wo er hingehört: im Swab und nicht als klebriger Ring unter dem Insert.
| Artikelnummer: | 921615 |
| GTIN: | 850051950188 |
| Kategorie: | Dr.Dabber |
| Hersteller: | Dr. Dabber |
| Produktart: | Vaporizer (Gerät) |
| Geeignet für: | Konzentrate/Wax/Öl |
| Betriebsart: | Akku |
| Temperatureinstellung: | gradgenau (1 °C) |
| Heiztechnologie: | Induktion |
| Inhalt: | 1,00 Stück |
Dr. Dabber Dieses US-amerikanische Unternehmen ist eine absolute Größe in der Welt der Vaporizer und hat sich einen Namen mit seiner beeindruckenden Linie von Konzentrat-Stiften und Vaporizern gemacht, darunter die beliebten Modelle Aurora und Boost. Dr. Dabber ist immer am Puls der Zeit in der Welt der Konzentrate und entwickelt ständig neue, angesagte…
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