Beschreibung
Der Arizer Solo III Version 2.0 ist kein winziger Stealth-Vape, den man irgendwo zwischen Schlüsselbund und Kleingeld vergisst. Mit 280 g und 49 × 32 × 130 mm liegt hier ein ausgewachsener mobiler Kräuter-Vaporizer auf dem Tisch – kräftig motorisiert, ausdauernd und konsequent um Arizers Glas-Pod-System gebaut. Wir würden ihn eher als tragbaren Session-Boliden denn als Hosentaschen-Gadget einordnen. Die Ausführung Intergalactic ist dabei schlicht schwarz; weitere Farbspiele dichten wir ihr nicht an.
Das Prinzip ist angenehm direkt: Die Kräuter kommen in die kleine Schale am Ende der Röhre, anschließend wird das beladene Glas in den Heater gesteckt. Dadurch landet der übliche Schmodder überwiegend dort, wo man ihn auch vernünftig wieder wegbekommt – am herausnehmbaren Glasteil statt tief im Gerät.
Zwei völlig verschiedene Tempi
Der Solo III Version 2.0 kann gemütliche Sesh und schnellen Einzelzug, ohne sich zwischen beidem entscheiden zu müssen. Im Session Mode hält er die gewählte Temperatur für eine fortlaufende Runde. Feinjustiert wird in 1-Grad-Schritten, für größere Sprünge geht es in 10-Grad-Schritten voran. Drei programmierbare Presets nehmen einem die wiederkehrende Klickerei ab. Das passt zu Leuten, die ihr Köpfchen langsam durchziehen, zwischendurch weiterreichen oder beim Dampfen einfach nicht dauernd am Gerät herumspielen wollen.
Im On Demand Mode heizt der Solo erst für den gewünschten Zug. Temperatur und Heizzeit lassen sich über Presets festlegen; ab Werk beträgt die Heizzeit 10 Sekunden. Das ist nicht bloß ein Session-Modus mit kürzerer Uhr, sondern ein anderer Arbeitsrhythmus: aktivieren, den Heizzyklus abwarten, ziehen und wieder Pause machen. Wer nach einem Zug wirklich länger pausiert, nimmt die noch warme Röhre am besten aus dem Heater. So röstet die Restwärme das Material nicht unbemerkt weiter.
Hinter beiden Modi arbeitet eine keramische Instant-Heating-Hybridheizung mit 80 % Konvektion und 20 % Konduktion. Vereinfacht gesagt bringt der heiße Luftstrom den Hauptteil der Arbeit, während der Kontakt zur warmen Umgebung den Prozess anschiebt. Nach 5 bis 15 Sekunden ist der Solo startklar. Diese Mischung macht ihn für uns interessant: Er kann entspannt „gesippt“ werden, hat im On-Demand-Betrieb aber auch genug Zug nach vorn für einen satten Rip durchs Glas.
Das Pod nicht totstopfen
Beim Befüllen gilt die alte Arizer-Regel: eher locker als betonfest. Grob gemahlene Kräuter in ein kleines Gefäß geben, die Schale der Glasröhre mit einer leichten Drehung eintauchen und nur sanft andrücken. Zu dicht gepackt nimmt man dem Konvektionsanteil die Luft – und wundert sich anschließend über einen zähen Draw. Ein wenig Spiel im Material bringt meist mehr als zusätzlicher Druck mit dem Finger.
Das XL-Glas-Pod-System bietet die doppelte Kapazität und mehr Luftstrom. Praktisch ist dabei, dass man nicht auf XL festgelegt ist: Alle offiziellen Air/Solo-Glasröhren passen ebenfalls. Wer schon passende Arizer-Stems besitzt, kann sein gewohntes Setup also weiterverwenden. Für unterwegs lassen sich mehrere Röhren vorladen, mit den Silikon-Caps verschließen und in den Reiseröhren verstauen. Das ist nicht ganz so unauffällig wie ein Kapselsystem, im Alltag aber herrlich unkompliziert.
Direktzug oder Wasserfilter
Für den direkten Zug liegen eine XL-Glasröhre und eine Air/Solo-Glasröhre bei, beide jeweils 90 mm lang. Dazu kommen zwei gefrostete Varianten mit 14-mm-Schliff: einmal XL, einmal Air/Solo. Die XL-Frosted-Glasröhre besitzt einen männlichen 14-mm-Glasschliff und dockt an passendes Fremdglas an. Gerade im On-Demand Mode ergibt das ein ziemlich kerniges Setup, ohne dass erst ein zusätzlicher Adapter zusammengesucht werden muss.
Beim Betrieb über eine Bong oder einen Bubbler steht der Solo kopfüber. Ist die Inversion aktiviert, drehen sich das große Farbdisplay und die Steuerung automatisch mit. Das klingt zunächst nach einem kleinen Komfortdetail, ist in der Praxis aber genau die Art Detail, die man nach dem dritten verkehrt herum gelesenen Menü zu schätzen weiß. Das neue Betriebssystem bietet einige Einstellmöglichkeiten; bis die Handgriffe sitzen, lohnt sich ein kurzer Blick in die Anleitung. Danach übernehmen die Presets den größten Teil der Routine.
Akku für lange Abende
Im Session Mode schafft der fest eingebaute Akku bis zu 3 Stunden, im On-Demand-Betrieb sind über 100 Züge pro Ladung möglich. Wie immer hängen solche Werte vom eigenen Nutzungsstil ab, doch der Solo III Version 2.0 gehört eindeutig nicht zu den Geräten, die nach jeder kleinen Runde nervös nach einer Steckdose suchen. Geladen wird per USB-C mit Power Delivery, und während des Ladens kann weitergedampft werden. Eco Charging stoppt standardmäßig bei 80 %, was gut zu einem Gerät passt, das häufig am festen Platz neben dem Tray steht. Der Akku ist allerdings nicht vom Nutzer austauschbar – wer grundsätzlich auf Wechselzellen besteht, sollte das vorab wissen.
Was im Karton steckt
Zum Solo III Heater kommen ein USB-C-Ladegerät mit 5 V und 3 A sowie die Anleitung. Das Glas-Setup besteht aus der 90-mm-XL-Glasröhre, der gefrosteten XL-Glasröhre mit 14 mm, einer 90-mm-Air/Solo-Glasröhre und einer gefrosteten Air/Solo-Glasröhre mit 14 mm. Außerdem dabei: vier Silikon-Stem-Caps, zwei PVC-Reiseröhren mit 90 mm, zwei mit 70 mm, ein Edelstahl-Rührwerkzeug und vier Edelstahl-Siebe.
Die Reinigung ist erfreulich unspektakulär: Glasröhre herausnehmen, in Isopropylalkohol einlegen, anschließend gründlich ausspülen und vollständig trocknen lassen. Heiße Stems vorher abkühlen lassen und nicht direkt mit kaltem Wasser traktieren – Glas bleibt Glas. Die Caps gehören nach der Sesh auf das heiße Ende, bevor eine beladene oder benutzte Röhre in ihre Reiseröhre wandert.
| Artikelnummer: | 921586 |
| GTIN: | 628078802281 |
| Kategorie: | Arizer |
| Hersteller: | Arizer |
| Bauform: | mobil/portabel |
| Produktart: | Vaporizer (Gerät) |
| Geeignet für: | Kräuter |
| Betriebsart: | Batterie (wechselbar) |
| Heiztechnologie: | Hybrid |
| Akku wechselbar: | Ja |
| Inhalt: | 1,00 Stück |
Bei den portablen Arizer-Modellen steckt die Kräuterkammer nicht tief im Gerät, wo sie irgendwann zur klebrigen Krümelhöhle wird. Sie sitzt direkt im Glasmundstück; die Tischgeräte um den Extreme-Q setzen stattdessen auf separate Glasköpfe. Nach der Session ziehst du das Röhrchen heraus, klopfst das AVB aus und hast den schmutzigsten Teil des Vaporizers…
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