Beschreibung
Beim Venty sitzt die spannendste Einstellung nicht im Menü, sondern direkt oben an der Kühleinheit. Das kleine Einstellrad für den Airflow macht im Alltag mehr aus als irgendein weiterer Preset-Knopf: Du kannst den Luftstrom stufenlos öffnen oder zudrehen und damit deinen Zug ziemlich genau auf die eigene Art zu dampfen abstimmen. Voll geöffnet gehen bis zu rund 20 Liter pro Minute durch das Gerät. Das fühlt sich erfreulich frei an und ist genau der Punkt, für den der Venty in der Vape-Szene bekannt geworden ist.
Dabei regelt das Rad nicht bloß den Zugwiderstand. Weil im Venty Konvektion und Konduktion zusammenarbeiten, verschiebt der Luftstrom zugleich das Verhältnis dieser beiden Heizarten. Mehr durchströmende Luft bringt die Konvektionsseite stärker ins Spiel, ein engeres Setup gibt der Wärme aus der Kammer mehr Gewicht. Ich halte das für den eigentlichen Clou des Geräts: Man dreht nicht nur an Zahlen, sondern verändert das Zugverhalten unmittelbar. Gerade Stammkunden, die ihren Vape nicht einfach irgendwie benutzen, sondern gern ein bisschen am Setup schrauben, werden sich an diesem Rad schnell festspielen.
Aufheizen, losziehen, per Doppelklick hochschalten
Hinter der kurzen Aufheizphase steckt ein Hybrid-Heizelement mit 130 Watt. Rund 20 Sekunden nach dem Einschalten meldet sich der Venty per Vibration einsatzbereit – meistens noch bevor Grinder und Kräuterdose wieder vom Tisch verschwunden sind. Die Temperatur lässt sich direkt am Gerät gradgenau zwischen 40 und 210 °C einstellen. Das LED-Display hält dabei Temperatur, Akkustand und Bluetooth-Status im Blick.
Sehr praktisch gelöst sind Boost und Superboost. Ein Doppelklick hebt die eingestellte Temperatur um 15 °C an, der nächste Doppelklick legt weitere 15 °C drauf. Man muss also nicht mitten im Zug mit der Plus-Taste herumklimpern. Die beiden Sprünge lassen sich über die Storz & Bickel Web-App anpassen, wenn die Werkseinstellung nicht zum eigenen Ablauf passt. Das ist so eine Funktion, die auf dem Datenblatt unspektakulär wirkt und nach ein paar Sessions plötzlich selbstverständlich wird.
Die Kräuter kommen in eine keramikbeschichtete Kammer. Beim Befüllen würde ich das Material locker einbringen und nicht mit Gewalt zu einem festen Pfropfen pressen – der Venty lebt schließlich davon, dass Luft durch die Kräuter ziehen kann. Unterschiedliche Mahlgrade und Füllweisen merkt man an einem so offenen Airflow deutlicher als bei Geräten, die von Haus aus recht stramm ziehen. Ein paar Bowls zum Einpendeln gehören deshalb dazu; danach weiß die Hand meist schon, wie locker die eigene Mischung sitzen soll.
Die Kühleinheit gehört zum System, nicht zur Dekoration
Oben arbeitet eine Kühleinheit mit verlängertem Dampfweg und zusätzlichem Feinsieb. Der längere Weg gibt dem Dampf Strecke, während das Feinsieb kleinere Kräuterpartikel zurückhält, bevor sie weiter ins Mundstück wandern. Bei kräftigem Durchzug ist das keine Nebensache. Man merkt hier, dass Luftstrom, Heizung und Kühleinheit als gemeinsames System gedacht wurden und nicht wie drei einzeln abgehakte Features wirken.
Ganz ohne Pflege bleibt so ein Kopf natürlich nicht. Kondensat und feine Pflanzenreste sammeln sich mit der Zeit in Sieben, Dampfweg und Airflow-Mechanik. Wenn das Einstellrad schwergängiger wird oder der sonst freie Zug plötzlich bremst, ist Putzen angesagt. Wer die Kammer nach dem Leeren kurz ausbürstet und die Kühleinheit nicht bis zur völligen Verklebung ignoriert, erspart sich später die große Harzarchäologie. Die Einheit hat mehrere Teile, beim ersten Zerlegen schaut man besser kurz in die Anleitung; nach ein, zwei Durchgängen ist die Reihenfolge drin.
Ohne App komplett bedienbar
Bluetooth ist beim Venty Zusatzwerkzeug, kein Türsteher. Temperatur, Boost-Stufen und Airflow lassen sich am Gerät bedienen, sodass das Smartphone beim normalen Dampfen in der Tasche bleiben kann. In der Storz & Bickel Web-App warten die tieferen Einstellungen: Boost-Sprünge anpassen, Displayhelligkeit ändern, Eco-Laden aktivieren und Firmware verwalten. Genau so gefällt mir App-Anbindung bei Hardware – nützlich für Feintuning und Updates, aber nicht nötig, um eine Bowl zu starten.
Die Energie liefern zwei fest verbaute Lithium-Ionen-Zellen im 18650-Format. Fest verbaut heißt eben auch: leere Zellen lassen sich unterwegs nicht gegen ein frisches Paar tauschen. Dafür lädt der Venty über USB-C und unterstützt Supercharge. Mit einem Netzteil ab 15 V / 3 A erreicht er rund 80 Prozent in 40 Minuten. Das Laden während der Nutzung ist ebenfalls möglich. Im Lieferumfang steckt ein USB-C-Kabel von C auf C; für die genannte Schnellladeleistung muss das verwendete Netzteil die passenden Werte liefern.
Was im Karton steckt
Neben dem Venty liegen das USB-C-Kabel, zwei kleine Normalsiebe, drei kleine Grobsiebe und zwei Kühleinheitsiebe bei. Dazu kommen zwei O-Ringe, das Füllkammerwerkzeug, ein Reinigungspinsel und eine Kurzgebrauchsanweisung. Besonders Pinsel und Füllkammerwerkzeug würde ich nicht irgendwo in der Zubehörschublade versenken: Der Pinsel hält die Kammer mit wenig Aufwand sauber, und das Werkzeug hilft beim Befüllen sowie bei der Pflege der Kühleinheit.
| Artikelnummer: | 921599 |
| GTIN: | 4260248821072 |
| Kategorie: | Storz & Bickel |
| Hersteller: | Storz & Bickel |
| Material: | Kunststoff |
| Bauform: | mobil/portabel |
| Produktart: | Vaporizer (Gerät) |
| Kompatibel mit: | Venty |
| Geeignet für: | Kräuter |
| Betriebsart: | Akku |
| Heiztechnologie: | Hybrid |
| Inhalt: | 1,00 Stück |
Die Geschichte hinter Storz & Bickel Die Anfänge 1996 war der Ur-VOLCANO geboren. Markus war richtig innovativ - er hat einfach einen Heißluftfön modifiziert. Doch er wollte mehr. Also hat er 1998 die zweite Version des Ur-VOLCANOs entwickelt, diesmal mit Heizblock und Luftpumpe. Seine Vision? Heißlufterzeuger für medizinische Zwecke zu produzieren. Und er…
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