Es gibt Pink, das sich als warmer Blondschimmer tarnt. Carnation Pink hat auf solche Ausreden keine Lust: Schon der Name zeigt klar in Richtung Rosa und Pink. Wie zart, satt, warm oder kühl das Ergebnis am Ende wirkt, entscheidet allerdings nicht der Name allein. Deine Ausgangsfarbe sitzt immer mit am Mischpult.
Directions ist dabei kein frisch hochgespülter Beauty-Hype. Die Marke macht ihre Haarfarben seit 1981 in Großbritannien und gehört längst zu den festen Größen im DIY-Färberegal. Carnation Pink bringt 89 ml Farbe ins Spiel. Ob das für den ganzen Kopf reicht, hängt von Haarlänge, Dichte und der geplanten Nummer ab. Bei Underlayer, Blocksträhne, Dip-Dye oder Spitzen lässt sich naturgemäß anders kalkulieren als bei einer kompletten Mähne.
Die Basis färbt mit
Eine Haartönung zaubert dunkles Haar nicht einfach hell. Auf einer hellen, möglichst gleichmäßigen Basis kann Pink deutlich sichtbarer herauskommen; auf dunklerem Haar bleibt der Effekt meist zurückhaltender. Auch alte Farbreste reden mit: Gelbliche Partien können den Ton wärmer erscheinen lassen, während blaue oder violette Rückstände das Pink in eine andere Richtung schieben. Stark poröse Längen nehmen Pigmente außerdem gern anders an als ein frischer Ansatz. Das ist kein Directions-Mysterium, sondern ganz normale Farbchemie.
Darum bin ich bei bunten Tönen hartnäckiger Fan der Probesträhne. Eine kleine, versteckte Partie verrät mehr als zehn Handyfotos unter wechselndem Licht. Gleichzeitig siehst du, ob Ansatz und Spitzen ähnlich reagieren. Den Hautverträglichkeitstest und die Anwendungshinweise des Herstellers würde ich ebenfalls nicht überspringen – auch dann nicht, wenn du deine Haare schon seit Jahren selbst färbst.
Sauber arbeiten statt Pink im halben Bad
Handschuhe, ein älteres Handtuch und eine abgedeckte Fläche sind keine übertriebene Salon-Show, sondern vernünftige Vorbereitung. Pinke Pigmente haben ein erstaunliches Talent dafür, genau auf dem Waschbeckenrand, am Ohr oder auf dem Lieblingsshirt zu landen. Teile das Haar ordentlich ab und arbeite die Tönung Strähne für Strähne gleichmäßig ein. Nur oben drüberstreichen und auf Wunder hoffen produziert eher Flecken als einen sauberen Farbflash.
Wie lange Carnation Pink frisch aussieht, lässt sich seriös nicht in eine feste Zahl pressen. Haarstruktur, Vorbehandlung und Waschgewohnheiten machen dafür zu viel aus. Häufiges Shampoonieren und sehr heißes Wasser schicken bunte Töne schneller auf Fade-out; kühleres Wasser und farbschonende Pflege halten den Look gewöhnlich länger zusammen. Gerade direkt nach dem Tönen nehme ich lieber ein dunkles Handtuch und kein schneeweißes Kopfkissen – frische Farbe kann noch abgeben.
Beurteile das Ergebnis erst im trockenen Haar und möglichst bei Tageslicht. Nasse Längen und warmes Badezimmerlicht sind notorisch schlechte Farbberater.
| Artikelnummer: | 203038 |
| GTIN: | 5034843001301 |
| Kategorie: | Directions |
| Hersteller: | Directions |
| Farbe: | RosaPink |
| Inhalt: | bis 100ml |
| Inhalt: | 1,00 Stück |
Directions fertigt seit 1981 semipermanente Haarfarben in Großbritannien. Die Marke ist für intensive Vivids, tragbare Pastelltöne und eine entsprechend breite Farbpalette bekannt. Ihre Direktzieher kommen ohne Entwickler aus, lassen sich untereinander mischen und werden sowohl zu Hause als auch im Salon verwendet. Laut Hersteller sind die Rezepturen vegan, tierversuchsfrei sowie frei von Ammoniak, Peroxid und PPD.
Bei BongoBong bekommst Du die Directions Haartönungen im kompakten 89-ml-Topf. Alle 46 zugeordneten Varianten sind aktuell kaufbar und lagernd: von Flame, Rose Red und Fluorescent Orange über Spring Green und Turquoise bis zu Ultra Violet, Lilac, Pastel Blue und Ebony.
Von Pastell bis Vollgas
- Leuchtende Farben: Flame, Fluorescent Orange und Spring Green liefern klare, auffällige Töne.
- Kühle Nuancen: Turquoise, Pastel Blue, Lilac und Ultra Violet decken Blau- und Violettlooks ab.
- Rot und Rosa: Rose Red setzt satt an, während Pastel Rose deutlich softer bleibt.
- Dunkle Ergebnisse: Ebony bringt Tiefe ins Haar und eignet sich für entsprechend dunkle Looks.
- Vorbereitung: White Toner neutralisiert gelbliche Reflexe auf einer sehr hellen Base; aufhellen kann er das Haar nicht.
Die Base entscheidet
Wie ein Directions Ton herauskommt, hängt stark von Deiner Ausgangsfarbe und der Haarstruktur ab. Pastells und fluoreszierende Farben brauchen eine sehr helle, gleichmäßige Base, wenn sie sauber und deutlich sichtbar werden sollen. Auf dunklerem Haar bleiben viele Nuancen eher als Reflex oder Tint stehen. Auch Gelbstich und alte Farbreste mischen optisch mit: Blau kann auf einer warmen Base grünlicher wirken, Violett entsprechend anders kippen.
Orientiere Dich deshalb am gewünschten Ergebnis und nicht an der Farbe im Topf. Ein Strähnentest zeigt Dir vorab, wie der Ton auf Deiner konkreten Base greift. Das lohnt sich besonders bei Pastells, Mischungen und bereits gefärbtem Haar.
Mischen, auftragen, Farbe halten
Directions Farben sind untereinander mischbar. Damit kannst Du Zwischentöne bauen, eine Nuance abdunkeln oder mehrere Farben für Split Dye, Verläufe und einzelne Panels kombinieren. Mischverhältnis und Einwirkzeit solltest Du notieren, wenn der Look später reproduzierbar bleiben soll.
Plane die Menge nach Haarlänge und -dichte, schütze Textilien und arbeite mit Handschuhen sowie Färbepinsel. Die Farbe wird nicht mit Peroxid oder einem anderen Entwickler gemischt. Nach dem Ausspülen helfen kühles Wasser und eine farbschonende Pflege dabei, den Ton länger frisch zu halten. Wie schnell er verblasst, richtet sich nach Haarzustand, Farbton und Waschroutine.
Es gibt noch keine Bewertungen.